Diese Webseite ist momentan nicht responsiv. Bitte öffnen Sie sie auf einem größeren Bildschirm.
Das 4-Ohren-Modell
Das 4-Ohren-Modell wurde von Friedemann Schulz von Thun entwickelt. Es erklärt, wie jede Nachricht vier verschiedene Seiten hat, und wie der Empfänger die Nachricht auf unterschiedliche Weisen verstehen kann. Je nachdem, mit welchem „Ohr“ er hört, kann es zu Missverständnissen kommen. Hier sind die vier Seiten des Modells:
Die vier Seiten der Kommunikation
- Sachebene (Inhalt): Die objektive Information in der
Nachricht. Sie beantwortet die Frage: „Worum geht es?“
Beispiel: „Es ist 8:00 Uhr.“ (Die Uhrzeit als einfache Information). - Selbstoffenbarung: Was der Sprecher über sich selbst
verrät. Sie beantwortet die Frage: „Was sagt der Sprecher über sich?“
Beispiel: „Es ist 8:00 Uhr.“ könnte bedeuten: „Ich bin gestresst, weil wir spät dran sind.“ - Beziehungsebene: Was der Sprecher über die Beziehung
zum Hörer ausdrückt. Sie beantwortet die Frage: „Was denkt der
Sprecher über den Hörer?“
Beispiel: „Es ist 8:00 Uhr.“ könnte bedeuten: „Ich glaube, du traust mir nicht zu, die Uhrzeit zu kennen.“ - Appellseite: Was der Sprecher vom Hörer möchte. Sie
beantwortet die Frage: „Was soll der Hörer tun?“
Beispiel: „Es ist 8:00 Uhr.“ könnte bedeuten: „Beeil dich!“
Das 4-Ohren-Modell zeigt, dass Nachrichten auf vielen Ebenen interpretiert werden können, und wie leicht Missverständnisse entstehen können, wenn Sender und Empfänger unterschiedliche Schwerpunkte setzen.